Archiv für den Monat: Juni 2015

CSU-Ortsverband besichtigt Brauerei

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Salzweg. Zu einer Besichtigung der Brauerei Hutthurm trafen sich Mitglieder des CSU Ortsverbands Salzweg-Straßkirchen. „Wir wollen diese Reihe der Besuche in Betrieben fortsetzen, weil die Unternehmen gerade von CSU-Mandatsträgern oder Parteimitgliedern Unterstützung erwarten“, stellte Ortsvorsitzender Armin Dersch (vorne 2.v.r.) klar. Und so lauschten die Besucher angeregt den Ausführungen von Diplombraumeister Markus Kampf (stehend 8.v.l.). Die Rohstoffe für das Hutthurmer Bier stammen aus Bayern, der wohl wichtigste, das Wasser, aus einer eigenen Quelle, erklärt der für die Qualität des Bieres zuständige Mann in der Brauerei mit 130 Arbeitsplätzen. Armin Dersch, JU-Chef und Gemeinderat Matthias Bredemeier (vorne r.) und Bezirks- und Gemeinderat Josef Heisl jun. (vorne 2.v.l.) wiesen auf die nächste Veranstaltung hin, die Besichtigung der Fensterfabrik Groß in Straßkirchen am 31. Juli mit Sommerfest der CSU auf dem Firmengelände. − sl/Foto: Heisl

Europapolitik am Stammtisch

Junge Union aus dem Passauer Land diskutiert aktuelle Themen – Europaabgeordneter Manfred Weber zu Gast9bZFM=Über europäische Politik diskutierten Professor Dr. Christoph Herrmann (v.l.), Johannes Eigelsreiter, Europaabgeordneter Manfred Weber, Moderator Josef Heisl und Landrat Franz Meyer. Dahinter (v.l.) Bezirksrätin Cornelia Wasner-Sommer, Kreisrat Ludwig Prügl und Bürgermeister Josef Würzinger. − Foto: Donaubauer

Untergriesbach. Stammtischpolitik hat in der Regel keinen guten Ruf. Die Junge Union (JU) aus dem Landkreis wollte dieses Vorurteil widerlegen: Mit dem niederbayerischen Europaabgeordneten und Fraktionsvorsitzenden der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, Landrat Franz Meyer, dem Berater für Landes- und Kommunalpolitik der Flughafen München GmbH, Johannes Eigelsreiter, und dem Inhaber des Lehrstuhls für Europarecht an derTTIP, Griechenland, Asyl und UkraineUni Passau, Professor Dr. Christoph Herrmann, hatten die Organisatoren um JU-Kreisvorsitzenden Stefan Meyer kompetente Gesprächspartner an ihren Stammtisch im Gasthaus Lanz geholt. Zahlreiche Mandatsträger aus den Kommunen und viele interessierte Bürger füllten den Saal.

Vier Themenblöcke hatte Bezirksrat Josef Heisl jun. ausgewählt, zu denen die Referenten Stellung nahmen: TTIP, Griechenland, Asyl und den Ukraine-Russland-Konflikt. Wird ein Freihandelsabkommen zwischen USA und Europa die Volkswirtschaften stärken oder droht der Verlust der inländischen Souveränität? Das war die erste Frage an die Stammtischrunde. Jetzt sei man erst bei der Formulierung der Vertragstexte, erläuterte Manfred Weber. Es mache keinen Sinn, Teilstücke der Textentwürfe in die öffentliche Diskussion zu geben, meinte er zu den Vorwürfen fehlender Transparenz. Gegen einen Ausverkauf der kommunalen Einrichtungen wie etwa der Wasserversorgung sprach sich Landrat Franz Meyer aus. Großen Firmen würde das Freihandelsabkommen keine wesentlichen Vorteile bringen, ist Johannes Eigelsreiter überzeugt. Europa müsse seine rechtliche Kompetenz umsetzen, forderte Prof. Christoph Herrmann. Zollsenkungen und der Abbau technischer Handelshemmnisse würden die europäische Wirtschaft stärken.

„Was passiert, wenn der Grexit eintritt?“ Auf diese Frage des Moderators sieht Johannes Eigelsreiter keine so heftigen Auswirkungen auf die Wirtschaft, wie sie an die Wand gemalt werde. Am meisten wären die Menschen in Griechenland betroffen, ist sein Standpunkt. „Wir reden nicht über den griechischen Ministerpräsidenten und seinen Finanzminister“, sagte Manfred Weber, „sondern über Menschen.“ Die Auswirkungen in Griechenland wären katastrophal. Zu lange habe die EU die Augen vor der Situation in Griechenland verschlossen, rügte Europarechtler Herrmann die Politik. Alle Chancen zur Rettung Griechenlands habe man verpasst.

Asyl sei das beherrschende Tagesthema und damit verbunden seien die Schicksale vieler Menschen und die Belastungen der Kommunen, leitete Josef Heisl auf ein weiteres Thema über. Um eine gerechte Lastenverteilung gehe es auch bei den Beratungen in der EU-Kommission, berichtete Weber. Allerdings gebe es Streit bei der Gesetzesvorlage über eine Quotenregelung unter den Mitgliedsstaaten. Der nationale Egoismus müsse überwunden werden. Mit Nachdruck berichtete Landrat Franz Meyer über die dramatische Flüchtlingslage im Landkreis. „Die Stimmung bei der Bevölkerung kommt zum Kippen“, befürchtet er, wenn nicht der Zustrom und die Verteilung auf europäischer Ebene geregelt werde. Die Frage nach der europäischen Solidarität stellte auch Prof. Herrmann. Den Mitgliedsstaaten müsse in der Asylfrage Macht entzogen werden.

Gefährdet der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland den Frieden in Europa? Davor warnten alle Teilnehmer am Stammtisch. „Wir haben Krieg in der Ukraine“, definierte Manfred„Das Kleine regeln wir, das Große macht die EU“Weber die Lage. Die innenpolitischen Machtverhältnisse veranlassten Putin zu außenpolitischem Machtgehabe, ist Prof. Herrmann überzeugt. Die Auswirkungen der Sanktionen spürten einige Unternehmen aus der Region, berichtete Landrat Meyer. Vor allem in der Landwirtschaft machten sich diese bemerkbar. Doch ungestraft dürfe Unrecht nicht geschehen, fand Johannes Eigelsreiter.

Brauchen wir mehr EU auf regionaler Ebene, wurden Fachleute und Zuhörer gefragt. „Die kleinen Dinge regeln wir selber, für die großen brauchen wir die Gemeinschaft“, brachte es Meyer auf einen Nenner und verwies auf die finanziellen Hilfen aus Brüssel.

Armin Kunt gewinnt Schafkopfen der JU

aLMpN0L+P3Vy98hAzPUPxwu4GpeVWxbziXPXxFatp6ycBsDAXZIHMFePZYrO4VqRStraßkirchen. Die Junge Union Salzweg-Straßkirchen um ihren Chef Matthias Bredemeier hat im Rahmen des Florianifestes ein Preisschafkopfen veranstaltet. An 35 Tischen zockten 140 Spieler. Am Ende siegte Armin Kunt aus Passau überlegen mit 117 Guten, gefolgt von den Lokalmatadoren Martin Reitberger (98) und Ernst Gortan (96). Beste Frau war Brigitte Friedl mit 57 Guten, wofür sie neben ihrem Preis einen Blumenstrauß erhielt. Zum Erinnerungsfoto stellten sich Helfer und Gewinner auf: (v.l.) Maxi Brandl, Spielleiter Michael Unertl, Evi Lippl, Bezirksrat Josef Heisl jun., Eva Maier, Christopher Raab, Steffi Schenk, JU-Ortschef und Gemeinderat Matthias Bredemeier, Ernst Gortan, Brigitte Friedl, Martin Reitberger, Armin Kunt und Stefanie Heisl. Anschließend wurde beim Florianifest gefeiert. Unter der Leitung von Feuerwehrvorstand Max Gruber und Kommandant Christian Nestler und dank der Versorgung durch die Feuerwehr-Frauen lief ein zünftiges Dorffest ab.